- Startseite
- Aktuelles
- dOCUMENTA (13)
- documenta 12
- Documenta11
- documenta X
- DOCUMENTA IX
- documenta 8
- documenta 7
- documenta 1-6
- documenta (allg.)
- Fridericianum (I) - Ausstellungen
- Fridericianum (II) - Nutzung
- Neue Galerie
- Künstler A-B
- Beuys
- Künstler C-D
- Künstler E-F
- Künstler G-H
- Künstler I-J
- Künstler K-L
- Künstler M-N
- Künstler O-Q
- Künstler R-S
- Künstler T-U
- Künstler V-Z
- Ausstellungen
- Kulturgeschichte
Kategorien
- (18)
- Aktuelles (35)
- documenta (705)
- Künstler (675)
- Kulturgeschichte (15)
- Kunsthalle Fridericianum (222)
- Neue Galerie (30)
- Themen-Ausstellungen (50)
Letzte Einträge
- 26.7.2010: Texte zu Kunst und Kultur
- 26.7.2010: Ein Mann und seine Visionen
- 26.7.2010: Ausstellung in der documenta-Halle
- 26.7.2010: Gestaltungsideen für alle Räume
- 17.7.2010: Anstoß und Aufbruch
- 17.7.2010: Denkmal für Bode
- 17.7.2010: Im Banne einer Jahrhundertfigur
- 17.7.2010: Ein Mann in ständiger Bewegung
- 17.7.2010: Der Aufbruch der Farben und Formen
- 17.7.2010: Die Vor-Bilder der Kunst
Links
Archive
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- März 2008
- November 2007
- September 2007
- Juli 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
Die Gehirne von Jesus, Marx und Broodthaers
Die Kunsthalle Fridericianum präsentiert das „Museum of Contemporary Art & More“ von Meschac Gaba
Es riecht nach Provokation: In der Rotunde der Kasseler Kunsthalle Fridericianum stehen zwölf Aquarien, in denen die Gehirne jener Menschen schwimmen, die für Meschac Gaba (Jahrgang 1961) zu den großen Geistern der Menschheit gehören – Jesus Christus und Karl Marx, Mahatma Gandhi und Louis Pasteur, Harald Szeemann und Marcel Broodthaers. Der seit 1996 vornehmlich in den Niederlanden lebende afrikanische Künstler spielt mit dieser neuen Arbeit unter dem Titel „Lake of Wisdom“ (See der Weisheit) auf die Absurditäten des Kunstmarktes (die eingelegten Tiere eines Damien Hirst) ebenso an wie auf die Erinnerungsarbeit der Ruhmeshallen und Museen.
Die Sammlung der Gehirne ist genauso fiktiv und voller Realitätsgehalt wie das Adlermuseum von Marcel Broodthaers. Wie Broodthaers denkt Gaba intensiv über Rolle des Museums, des Objekts und des Kunstmarktes nach, indem er seit 1997 an seinem „Museum of Contemporaty Art“ arbeitet. 2002 hatte Gaba drei der zwölf Museumsabteilungen in der Documenta 11 präsentiert. Nun kann Kunsthallendirektor Rein Wolfs erstmals das komplette Museum vorstellen. Dafür hat Gaba das komplette erste Obergeschoss im Fridericianum erhalten.
In seinem Museum verknüpft Meschac Gaba Reliquien des alltäglichen Lebens mit Handwerklichem und Künstlerischem. Im „Marriage Room“ sind Bilder und Relikte seiner eigenen Hochzeit zu sehen, und im „Game Room“ fordern Spieltische die Besucher heraus. Zwangsläufig landet man bei den Schlüsselfragen: Was bleibt vom Leben, und wie verwandeln sich die Dinge in Kunst? Dabei wendet sich der Konzeptkünstler auch immer wieder den Realitäten Afrikas und seines Heimatlandes Benin zu, indem bei der Anfertigung eigener Objekte bewusst macht, wie stark dieser Kontinent auf das Recycling von Wegwerfprodukten angewiesen ist. So geht es auch stets um Geld und den Warencharakter von Kunst. Wie sehr Meschac Gaba diese Gedanken beschäftigen, wird in Kassel unübersehbar vorgeführt: Nur über den Museumsshop gelangt man ins eigentliche Museum.
“art”, September 2009
Antwort schreiben
Sie müssen als angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.