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Kunststudenten aus drei Nationen
Kassel. Das seit der documenta 7 wichtigste und umfangreichste Ausstellungswochenende steht für Kassel bevor. Zentrales Ereignis ist am Freitag, 30. September, um 18.15 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „germinations“ im Museum Fridericianum (bis 20. November), in der sich je 30 ausgewählte Kunststudenten aus der Bundesrepublik, aus Frankreich und Großbritannien mit ihren Werken vorstellen. Daß Kassel erste (und in der Bundesrepublik einzige) Station dieser Wanderausstellung und möglicherweise ein fester Standort für weitere Vergleichsschauen dieser Art wird, ist der Gesamthochschule Kassel und dort vor allem Volker Rattemeyer zu verdanken.
Der Ausstellungseröffnung geht am Freitag um 16.15 Uhr im Hessischen Landesmuseum eine Podiumsdiskussion zum Thema
„Kunstausbildung und Künstlerförderung“ voraus, an der Oberbürgermeister Eichel, Kultusminister Krollmann, Staatssekretär Pfeifer (Bonn), Kulturattach Quiguer (Frankreich), Volker Rattemeyer, Leonard Stoppani (Großbritannin) und Reinhard Wilke (Deutsch-Französisches Jugendwerk) teilnehmen; die Gesprächsleitung hat Lothar Romain.
Vom 1. bis 5. Oktober schließen sich Workshops an, in denen Themen wie Trickfilmgestaltung, Videokunst, Ausstellungsleitung, Kunst und Öffentlichkeit sowie praktische Kulturarbeit behandelt werden sollen.
Dieses große Ausstellungsprojekt für Nachwuchskünstler, das ein erster wichtiger Beitrag zur Nutzung des Fridericianums zwischen den documenten ist, hat weitere Ausstellungsinitiativen ausgelöst. So eröffnet der Kasseler Kunstverein am Samstag, 1. Oktober, 11.30 Uhr, für knapp vier Wochen die Künstlerschau „jab“, in der 26 Studenten des Kunsthochschulbereichs an der Gesamthochschule Kassel ihre Arbeiten präsentieren.
Außerdem wird am Samstag um 21.30 Uhr im ersten Stock der Orangerie eine Gruppe von 23 Kunststudenten der Gesamthochschule eine Ausstellung zur neueren Malerei eröffnen. Verheißungsvoller Titel: „Vom Flüstern der Neigung zum Grollen des Wahnsinn?. „Ohne Titel“ heißt hingegen die Ausstellung von Gunter Wagner und Markus Hutter, die am Samstag, 1. Oktober, 20 Uhr, in der „Kaufburg“ (Friedrich-EbertStraße) für drei Wochen beginnt.
HNA 28. 9. 1983
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