- Startseite
- Aktuelles
- dOCUMENTA (13)
- documenta 12
- Documenta11
- documenta X
- DOCUMENTA IX
- documenta 8
- documenta 7
- documenta 1-6
- documenta (allg.)
- Fridericianum (I) - Ausstellungen
- Fridericianum (II) - Nutzung
- Neue Galerie
- Künstler A-B
- Beuys
- Künstler C-D
- Künstler E-F
- Künstler G-H
- Künstler I-J
- Künstler K-L
- Künstler M-N
- Künstler O-Q
- Künstler R-S
- Künstler T-U
- Künstler V-Z
- Ausstellungen
- Kulturgeschichte
Kategorien
- (19)
- Aktuelles (68)
- documenta (747)
- dOCUMENTA (13) (10)
- Kulturgeschichte (20)
- Kunsthalle Fridericianum (231)
- Künstler (741)
- Neue Galerie (33)
- Themen-Ausstellungen (65)
Letzte Einträge
- 9.5.2012: Texte zu Kunst und Kultur
- 9.5.2012: Die dOCUMENTA (13) hat ihren Aufreger
- 11.4.2012: Lauter kleine Gartenhäuser
- 28.3.2012: Beuys, Bäume und Büsche
- 15.1.2012: Das Anthropozän und der Schutz der Erdatmosphäre
- 11.1.2012: Dalí, der Tod und die Unsterblichkeit
- 5.1.2012: Mehr Zeit für die Kunst
- 5.1.2012: Wie eine Wiedergeburt
- 4.1.2012: Die Stärke der Künstlerinnen
- 4.1.2012: In der Welt der Schattenbilder
Links
Archive
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- März 2008
- November 2007
- September 2007
- Juli 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
Immer wieder sprechen
Die Vorbereitungen für die documenta 9 (13. Juni - 20. September 1992) laufen auf Hochtouren. Unter dem Titel „Unterwegs zur documenta 9“ wollen wir in lockerer Folge Personen und Projekte vorstellen und den Diskussionsstand der documenta spiegeln.
Wortreich und enthusiastisch hatte documenta-Leiter Jan Hoet wieder einmal seine Gedanken und Pläne vorgestellt, hatte erste Künst1er den Räumen in Fridericianum, documenta-Halle und Neuer Galerie zugeordnet und hatte davon geschwärmt, daß die documenta 9 die Diskussion über Kunst wieder möglich machen solle. Seine drei Zuhörer im Zwehrenturm hatten freundlich, aber distanziert zugehört. Schließlich aber meinte Johannes Cladders, der frühere Direktor des Mönchengladbacher Museums, ebenso verbindlich wie klar: „Wäre ich gefragt worden, hätte ich eine andere documenta gemacht. Ich kann nicht hinter der Künstlerliste stehen.“
Einen Moment lang schaute Jan Hoet irritiert, dann aber sprach er in seiner werbenden Weise weiter, als hätte er nur Zustimmung geerntet. Wo in anderen Fällen das Ende der Diskussion erreicht worden wäre, ging sie hier erst richtig los: Zweieinhalb Tage lang diskutierte Hoet mit seinen „Ratgebern“, den (ehemaligen) Museumsleitern Cladders, Franz Meyer (Zürich) und Henry-Claude Cousseau (Nantes), über seine Vorstellungen von Kunst, sein Konzept, seine Künstlerliste und seine Raumvisionen. Selbst Vermittlungsfragen wie Katalog und Plakat wurden nicht ausgespart.
Ganz am Anfang hatte Franz Meyer wissen wollen, warum dieser Rat der Weisen denn einberufen worden sei, da doch Hoet nicht als Fragender auf sie zukam, sondern einen bis zur Raumverteilung schon fertigen Plan vorlegte. Cladders wischte am Ende die Zweifel weg: Hoet bereite eben die documenta vor, wie er stets an Ausstellungen herangehe - indem er immer wieder Gespräche suche. So sei die Begegnung genau verlaufen, wie er sie sich gedacht habe.
Und Hoet auf die Frage, ob er von der Begegnung mit seinen „Ratgebern“ profitiert habe: Er habe nicht profitiert, sondern die documenta. Viele Gedanken seien genauer fundiert worden, manches sei klarer geworden, anderes korrigiert worden. Schließlich hätten seine Gesprächspartner ja auch das Publikum und dessen Fragen vertreten.
So schließt sich der Kreis - vom documenta-Marathon über Diskussionsrunden mit Künstlern bis zu diesem Treffen: Jan Hoet braucht das Gespräch, nicht weil er ratlos wäre, sondern weil er die Reibung sucht - zur Überprüfung der eigenen Position.
HNA 8. 10. 1991
Antwort schreiben
Sie müssen als angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.