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Pavillons kommen - nur etwas kleiner
Aufsichtsrat und Gesellschafter haben gestern den 13,2-Millionen-Etat der documenta für 1992 gebilligt.
Die documenta-Leitung hat Überzeugungsarbeit leisten können. Denn so gelang es ihr, bei den Gesellschaftern Stadt und Land die Heraufsetzung der jeweiligen Zuschüsse von 1,5 auf 2,4 Millionen Mark zu erwirken. Die höheren Zuwendungen werden es ermöglichen, für die Dauer der Ausstellung (13. Juni bis 20. September) in der Aue Pavillons mit einer Fläche von 1300 Quadratmetern zu errichten.
Der Umfang der von Paul Robbrecht entworfenen Pavillons muß allerdings, wie documenta- Geschäftsführer Alexander Farenholtz gestern in einer Pressekonferenz bestätigte, aus Kostengründen reduziert werden. Noch bis Anfang September war man von einer Fläche von 1600 Quadratmetern und Kosten in Höhe von 2 bis 2,5 Millionen Mark ausgegangen. Damals hatte der Aufsichtsrat grünes Licht für den Pavillon-Bau unter der Bedingung gegeben, daß die Summe zur Hälfe von Sponsoren aufgebracht werden müsse. Offensichtlich wurden diese Sponsoren nicht gefunden.
Dies wollte Farenholtz gestern nicht bestätigen. Er zog sich auf die Position zurück, die kleinere Lösung sei schon früher angepeilt worden.
Die ganz große Sponsoren-Zielmarke, zusätzliche Gelder in Höhe von drei Millionen Mark hereinzuholen, konnte die documenta GmbH nicht erreichen. Dennoch hat man es nach Farenholtz so gut wie geschafft, 900 000 Mark Sponsoren-Gelder von vier Unternehmern anzuwerben und damit so viele Drittmittel wie keine andere documenta zu gewinnen. Hinzu kommen noch nennenswerte Sachmittel.
Der über fünf Jahre laufende Gesamtetat der documenta 9 liegt bei 15,7 Millionen Mark. Der dritte Finanzier neben Stadt und Land, die je 2,4 Millionen geben, ist der Bund mit 1,9 Millionen Mark. Sechs Millionen Mark hofft die documenta aus dem Verkauf der Eintrittskarten einnehmen zu können, wobei als Berechnungsbasis die Besucherzahl der vorigen documenta (480 000) genommen wurde. Weitere Einnahmeposten sollen sein: Katalogverkauf und Lizenzen (1 Million Mark), Spenden (600 000 Mark) und ABM-Zuschüsse (300 000 Mark).
Zu den größten Ausgabenposten gehören: Personal (3,7 Millionen Mark), Installation der Kunstwerke (3,6 Millionen), Bauten (2,7 Millionen), Transporte (1,6 Millionen) und Reisen (1,4 Millionen).
HNA 16. 11. 1991
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