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Auf den Hund gekommen (2)
Carolyn Christov-Bakargiev (CCB) beherrscht die ganze Klaviatur der Ausstellungsvorbereitung. Sie wählt vorrangig die Künstler aus und diskutiert mit ihnen die Projekte, sie steuert die Öffentlichkeitsarbeit und füttert nun auch die documenta-website.
So stellte sie am 23. März auf die website ein Foto, das sie in Abu Dhabi machte und das die Chefkuratorin Chus Martinez mit dem Künstler Amar Kanwar (documenta 11 und 12) vor einem der Kunst gewidmeten Auto zeigt. Am 20. Mai folgte eine Aufnahme (vom 28. April), die in der Kasseler Karlsaue entstand. Zu sehen ist Jimmie Durham (DOCUMENTA IX), wie er einen Apfelbaum darstellt.
Nun weilt die documenta-Leiterin in Argentinien (bevor sie morgen zum Jubiläum des documenta Archivs nach Kassel kommt) und zwar in der Provinz Chaco, in der das Meteoritenfeld liegt, aus dem der halbierte “El Taco” stammt, den die documenta-Künstler Faivovich und Goldberg im Frankfurter Portikus präsentierten. Resistencia, die Hauptstadt von Chaco, scheint eine sehr kunstfreudige Stadt zu sein. Jedenfalls schoss CCB am 22.Mai ein Foto von der Anbringung eines großen Posters mit der Botschaft “el arte es un bien de todos” (art is a common wealth that belongs to everyone - Kunst ist ein öffentliches Gut, das allen gehört).
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Auch das zweite Fotomotiv, das CCB in Resistencia gefunden hat, zeugt für die Kunstfreudigkeit der Stadt. Seit den 60er-Jahren, so fand sie heraus, sind in der Stadt um die 500 Kunstwerke im öffentlichen Raum aufgestellt worden. Die allererste Skulptur wurde 1920 installiert - ein Werk, das den Mythos der Rom-Gründung aufnahm - die Wölfin, die Romulus und Remus säugte. In gleicher Weise beeindruckt die documenta-Leiterin die Tatsache, dass die Hunde als öffentliches Eigentum herumlaufen und die Stadt von Abfällen freihalten. Wörtlich heißt es: “In addition to these points of interest, communally owned dogs, with no leashes, also populate the city. These well taken care of companions, keep the town clean of rubbish and perform many other useful tasks, like keeping the sculptures company.”
So, wie offenbar die Hunde die Nähe zur Kunst suchen, sucht CCB beim Ausblick auf die Kunst die Nähe der Hunde. Also stellt sie ein Foto online, das einen schlafenden Hund vor einer Statue zeigt. Damit verdeutlicht sie auch, dass mit der Herausgabe des Hundekalenders das Kapitel Hunde und documenta nicht abgeschlossen ist.
25. 5. 2011
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